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Die
phantastischen Lügengeschichten des Barons Münchhausen sind – in
der Fassung des großen Erich Kästner – längst ein
Kinderbuchklassiker, der auch nach mehr als 60 Jahren immer wieder
neue Auflagen erlebt und den auch Erwachsene immer wieder gerne
lesen.
Wer erinnert sich nicht an so skurrile Phantasien wie Münchhausens
Ritt auf der Kanonenkugel? an das Pferd im russischen Winter, das
am Kirchturm hing? an den ewig durstigen Gaul, dem das Hinterteil
fehlte? an den Hirsch mit dem Kirschbaum auf der Stirne? an den
Mantel, der tollwütig geworden war? an den Wolf, der Münchhausens
Schlittenpferd fraß und an dessen Stelle den Schlitten zog? an die
Enten, die Münchhausen mit Speck köderte, mit denen er dann durch
die Luft und durch den Kamin flog und schließlich auf dem Herd
landete, an den trinkfesten General mit der Silberplatte auf dem
Schädel, den türkischen Bären, der sich, mit Honig geködert,
mit einer Wagendeichsel aufspießte, an Münchhausens Aufstieg zum
Mond mithilfe einer schnell wachsenden Bohne, an seine Begegnung
mit den Mondmenschen, die ihre Köpfe unterm Arm tragen, usw.
usw....
Die spannende und humorvolle Erzählweise Kästners ist getreu ins
Lateinische übertragen, zusammen mit den witzigen, z.T.
farbigen Bildern von Walter Trier verleiht sie diesem Büchlein
einen besonderen Reiz. Der lateinische Text ist einfach und in
überschaubare Abschnitte gegliedert: Er eignet sich hervorragend
zur gelegentlichen Schullektüre, als unterhaltsame Ergänzung zum
Klassikerkanon.
Herausgegeben von der Stiftung Melissa,
Brüssel, 2001
Originalausgabe: Des Freiherrn von Münchhausen wunderbare Reisen
und Abenteuer zu Wasser und zu Lande. Nacherzählt von Erich Kästner
mit 11 farbigen Bildern und vielen Zeichnungen von Walter Trier.
Verlag Carl Ueberreuter, Wien Heidelberg, Copyright 1951 by ATRIUM
VERLAG A.G. Zürich
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